Ratgeber Wer sein Fahrrad liebt, der...weiß, wie er es finden kann

Wer sein Fahrrad liebt, der...weiß, wie er es finden kann

Wenn das Fahrrad gestohlen wurde, ist die Aufklärungsquote der Polizei leider nicht besonders erfolgsversprechend. Wer schon einmal in Münster gelebt hat, weiß das. Nur jede 13. Tat kann in der “Fahrradhauptstadt” aufgeklärt werden. Das entspricht einer Quote von neun Prozent. Aber auch in anderen Städten fallen die Drahtesel Dieben zum Opfer. In ganz Deutschland wurden im vergangenen Jahr mehr als 335.000 Fahrräder geklaut.

Um Ihr Fahrrad zu schützen, sollten Sie diese Tipps beherzigen:

1. Dass Sie Ihr Fahrrad nicht ohne Schloss vor der Tür stehen lassen sollten, versteht sich von selbst. Investieren Sie lieber im Vorhinein in ein gutes, stabiles Schloss, als im Nachhinein in ein neues Fahrrad. Zum Beispiel das ABUS Faltschloss.

2. Kramen Sie in den Fotos fürs Familienalbum nach Bildern von sich und Ihrem Fahrrad. Am besten schießen Sie gleich nach dem Kauf detaillierte Aufnahmen. Diese können Sie im Falle eines Diebstahls verwenden, um die Chancen zu erhöhen Ihr Fahrrad wiederzufinden und es im Internet als gestohlen zu “brandmarken” - im Kampf gegen Hehlerware.

3. Je individueller und je höher der Wiedererkennungswert Ihres Rades, desto höher ist die Chance, es zurückzubekommen. Alte Gazelle-Hollandräder gibt es wie Sand am Meer, hier ist die Wahrscheinlichkeit sehr gering. Kennzeichnen Sie es doch mit einem auffälligen Aufkleber oder einem anderen Accessoire. Mutige bepinseln den Rahmen in einer auffälligen Farbe. Mittels sogenannter Micro-Tags kann man sein Fahrrad auch bei bike-id.eu markieren und registrieren. Jedes Markierungskit enthält 200 Metallkörner aus Sand (0,4 mm) mit Mikro-Schriftzeichen die am Fahrrad angebracht werden können.

Im Falle eines Diebstahls kommt es sehr stark auf Ihr Netzwerk an.

4. Sie können ganz einfach die Community von www.zentralesfundbuero.com nutzen. Hier geben Sie einfach in einer Suchmaske die wichtigsten Informationen zu Ihrem Verlust an und ermöglichen es so dem potenziellen Finder, Sie schnell ausfindig zu machen. Die Anzeige ist kostenlos und Sie sollten diese dann auch auf Facebook, Instagram und Twitter teilen. Versuchen Sie, mit Ihrem Beitrag eine höchstmögliche Reichweite zu erzielen, um möglichst viele Menschen über Ihren Verlust zu informieren. Sie können auch einen klassischen Flyer für die Laternenpfähle in Ihrer Nachbarschaft entwerfen.

5. Suchauftrag – bequem und effektiv
Ist das Fahrrrad nicht auffindbar, kann unter Zentrales Fundbüro auch ein Suchauftrag eingerichtet werden. Das System sendet Ihnen dann automatisch alle neuen Einträge der Fundbüros, die der Beschreibung des Gesuchten nahe kommen. So bleiben Sie stets auf dem aktuellsten Stand und müssen Ihre Suche nicht in Intervallen fortsetzen. Es kam in der Vergangenheit schon oft vor, dass geklaute Fahrräder im Fundbüro gelandet sind und dann auch noch versteigert wurden.